Wie schon am 1. Wochenende Anfang Mai sind die Flugwetterprognosen für Samstag gut, für Sonntag schlecht.
Und es geht weiter wie am 1. Tasktag: Wir treffen uns wieder am LP Schwängimatt, bzw. am Schnitzelplatz, um mit zwei Fahrzeugen auf die Obere Wengi gefahren zu werden, wobei das zweite Fahrzeug
von der Flugschule Jura gestellt und wiederum von Ueli Schmid pilotiert wird. Dankeschön!
Am Briefing wird diesmal ein um 10 km kürzerer Task von knapp 60km mit 5 Bojen ausgegeben. Leider sind die Bauarbeiten am Euroairport unterdessen fertiggestellt und die Tango-Sektoren wiederum
meistens aktiviert. Deshalb führt uns die Aufgabe ziemlich direkt nach Westen, wo wir nicht auf die Höhenbegrenzung achten müssen. Die grundsätzlich gute Thermik etwas bremsen kann eigentlich nur
die prognostizierte dichtere hohe Bewölkung, welche sich dann aber glücklicherweise über dem Gebiet des Tasks nicht zeigt.
Die ersten Piloten starten um 12:30, die Thermik ist noch etwas schwach, aber zuverlässig. 13:30 ist Airstart, für die meisten Teilnehmer mit guter Ausgangshöhe um 1600 müM.
Die erste Wende, Holzfluh Fahne mit 3km Radius ist schnell erreicht und dann geht es ab Richtung Westen. Schon bald setzt sich ein Spitzenpulk von 4 Piloten etwas ab
und fliegt voraus. Interessant ist, dass neben 3 2-Leinern auch ein B-Schirm bis zum Schluss mit dabei ist! Die Walenmatt liefert dieses Mal zuverlässig Aufwind, dafür kommt nach der Querung an
die Gratiery lange nichts. Weil es aber am Hang gut trägt, funktioniert auch die tiefe Linie praktisch ohne Nachteil. Der Spitzenpulk fliegt sehr direkt und nimmt die westliche Wende südlich des
Moron-Rückens und fliegt direkt über die Courtschlucht zurück an die Graitery. Dies ist der kürzeste Weg, und weil es auch gegen den Wind gut funktioniert, auch der schnellste. Beim Zurückfliegen
kommen uns viele Nachflieger entgegen, was bedeutet, dass der Task funktioniert – toll! Über dem Oberdörferberg hat die Spitzengruppe immer noch eine gute Höhe von 1800 – 2000 müM und quert in
Anbetracht der nahenden TMA direkt zur Walenmatt. Aber es sinkt und sinkt immer stärker, so dass alle vier weit unter Kretenhöhe ankommen. Yves probiert es noch auf der Nordseite des
Hinterweissensteins, ist aber zu tief. Die anderen schleichen auf der Südseite der Walenmatt Richtung Ost, aber auch dort gibt es keinen rettenden Schlauch und der Spitzenpulk wird gegroundet.
Nun sind die Nachflieger gewarnt und machen vor der Querung mehr Höhe, trotzdem schaffen nicht alle den Anschluss. Wie so oft kristallisiert sich die Schlüsselstelle erst während des Tasks
heraus. Schlussendlich schaffen es fünf Piloten nach rund 2h 40min Flugzeit ins Ziel, nur einer davon fliegt einen Zweileiner (als Testschirm). Einer dieser Fünf wird den Club Cup 2026 gewinnen…
Am Schwängilandeplatz lassen wir den Flugtag mit Bier und Fliegerlatein ausklingen. Danke an Elisabeth Huser, die den Vorrat vor Ort bei Flugwetter immer wieder auffüllt 😊 Ich freue mich über den gelungenen Task und wünsche allen weiterhin schöne und unfallfreie Flüge!
Euer Süortchef
